Die Zeit danach
Freitag, 1. Mai 2009 | Autor: Loverissa
Text von Loverissa
Eigentlich ist ja alles so, wie immer, denkt man sich. Man setzt sich vor den Fernseher. Man schaltet ein. Man sieht eine Sendung, die sich als Ableger des amerikanischen Vorbildes schon seit einigen Jahren in der deutschen TV-Landschaft bestens etabliert hat. Man kennt die Sendung gut, ist vertraut mit ihr und hat schon vor Jahren gefallen an ihr gefunden.
Doch irgendetwas ist anders. Es lässt sich nicht gleich einordnen, hat einfach nur einen schalen Geschmack und drängt sich dem Bewusstsein nur schleichend auf. Etwas stimmt nicht. Etwas fehlt.
Jemand fehlt…
Sind wir, die Fans, nur geblendet? Sehen die Anderen klar? Zum Teil mag das stimmen, denn Subjektivität lässt sich nun einmal nicht gänzlich abschütteln. Aber ich wage nicht zu glauben, dass es völlig stimmt. Ich sträube mich dagegen. Und ich weiß auch, warum. Denn die Einzigartigkeit und die Faszination, die ein Mensch wie Larissa hat und ausstrahlt, hat bei ihrem Verlust eine Erkenntnis ans Licht geholt. Die Erkenntnis, wie langweilig und blass, ja beinah farblos Diejenigen sind, die zuvor noch von ihrem Glanz, ihrer “Aura” angestrahlt wurden. Und die Erkenntnis, wie farblos diese ganze Sendung wird, wenn Jemand fehlt, der so schnell so unverzichtbar für sie wurde. Ich glaube, der Schaden ist irreparabel. Ich glaube, es wird immer etwas fehlen. Vielleicht hat sogar schon vorher immer etwas gefehlt und wir waren nur zu blind, es zu erkennen?
Spätestens an dem Tag, als Larissa ging, mussten wir alle mit trauriger Gewissheit feststellen, dass es eine „Zweite“ niemals geben wird.
Oder, frage ich erneut, sind wir, die Fans, nur geblendet?
Wenn ich es wirklich bin, so weiß ich Eines doch ganz gewiss:
Blendung kommt von Licht, blind sein kommt von Dunkelheit. Ich wähle das Licht!
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